St. Johann, Außenstelle St. AnnenKind sein in der Kita

Kind sein in der Kita

Wenn Sie an Ihre eigene Kindergartenzeit zurückdenken, woran erinnern Sie sich?

An bestimmte Lieder oder Reime? An die Ausstattung der Räume?

Wahrscheinlich erinnern Sie sich eher noch an Ihre Erzieherin – die Person nach Ihren Eltern, zu der Sie in der frühen Kindheit vielleicht die intensivste Beziehung gehabt haben.

Für Kleinkinder sind Beziehungen und die damit verbundenen Emotionen vorrangig – nicht irgendwelche Lern- und Förderprogramme. Sie streben nach einem guten Verhältnis zu anderen Kindern und zu ihrer Erzieherin, trotz aller Konflikte und Machtkämpfe. Kinder wollen geliebt, geachtet und akzeptiert werden, und sie möchten Zuneigung und Liebe geben. Und so wachsen Kinder am besten in einem emotionalen Klima heran, das durch intensive, positive Gefühle gekennzeichnet ist.

Einem Kind Akzeptanz und Wertschätzung zu zeigen heißt, seine individuelle Persönlichkeit zu akzeptieren, seine Gefühle, Gedanken, Sichtweisen, Absichten, Äußerungen und Handlungen anzunehmen. Es bedeutet auch, das kindliche Bedürfnis nach Nähe und Distanz zu respektieren.

 

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